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GLOSSAR

1. Baunebenkosten

Baunebenkosten sind sämtliche Kosten, die neben den eigentlichen Baukosten des Hauses für die Finanzierung, den Erwerb des Grundstücks, die Erlangung der Baugenehmigung und die Herstellung der Baureife verbunden mit den Betriebs- und Überwachungskosten während der Bauphase anfallen und durch den Bauherren zusätzlich getragen werden.

Nachfolgende Auflistung beinhaltet ausschließlich die zusätzlichen Kosten für den Bau eines schlüsselfertigen Hauses mit einem Generalübernehmer (ohne Grundstücksnebenkosten):

- Gebühren und Kosten für die Baugenehmigung
- Baustromkasten sowie Verbrauchskosten des Baustroms
- Kosten zur Sicherung der Gehwege und Bordsteine
- Bodengutachten bzw. Baugrundgutachten
- Notwendige Versicherungen beim Hausbau
- Gebühren und Kosten falls eine Straßensperrung notwendig wird
- Verbrauchskosten von Bauwasser
- Beheizung des Baukörpers während der Winterzeit
- Baustrasse zur Baugrube bzw. zum Baukörper
- Vermessungskosten und Gebühren für Vermesser
- Kosten und Gebühren für den Prüfstatiker

2. Gewährleistung

Die Gewährleistung ist eine Mängelhaftung des Auftragnehmers gegenüber dem Auftraggeber. Sie beginnt mit der Abnahme der Bauleistung und beträgt nach dem BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) fünf Jahre. Die Gewährleistung nach der VOB (Verdingungsordnung für Bauleistungen) für Bauwerke beträgt vier Jahre. Innerhalb der Gewährleistungsfrist steht der Auftragnehmer für die ordnungsgemäße und vertragsgerechte Erfüllung seiner Leistung ein und haftet für Mängel.

3. Bebauungsplan

Ein Bebauungsplan regelt Einzelheiten der Bebaubarkeit des Grundstücks, wie die Art des Gebäudes (Ein- oder Mehrfamilienhäuser), die Anzahl der Geschosse, bis hin zur Firsthöhe und Firstrichtung oder die Dachneigung u.v.m.
Die Behörde kann dort diverse Vorgaben machen, die unter Umständen nicht in das eigene Baukonzept passen. Nimmt man diese Einschränkungen allerdings in Kauf und stimmt sein Bauvorhaben darauf ab, kann die Genehmigung nach dem vereinfachten Baugenehmigungsverfahren erfolgen und der bürokratische Teil des Eigenheimbaus kann somit schneller und kostengünstiger erfolgen.

4. Energieausweis

Die Begriffe Energieausweis und Energiepass meinen das Gleiche.
Der Energieausweis ist ein vierseitiges Formular, das die energetische Qualität von Gebäuden bewertet. Seit der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) aus dem Jahr 2007 muss jeder Mieter, Pächter und Käufer von Gebäuden oder Wohnungen vor Vertragsabschluss die Möglichkeit haben, ab dem 1. Juli 2008 den Energieausweis einsehen zu können.
Im Energieausweis müssen folgende Angaben enthalten sein:
Gebäudenutzfläche AN: (in m2)
Wohneinheiten Leerstand (in %)
Baujahr des Gebäudes
Baujahr der Heizungsanlage
Energieträger/Heizungssystem
Energieverbrauch
Warmwasserverbrauch und die mittlere Warmwassertemperatur (in °C)

Bei Neubauten gehört die Erstellung des Energieausweises zum Leistungsbestandteil der Genehmigungsplanung.

5. Energiekonzept

Ein Energiekonzept stellt die Grundlage für eine ganzheitliche Betrachtung nachhaltigen Bauens dar.
Energie zu sparen, die Umwelt zu schonen und nachhaltig zu wirtschaften ist wichtiger denn je und für Architekten und Ingenieure eine Herausforderung beim Entwurf und der Planung von Gebäuden.
Rechtliche Grundlagen wie die EnEV und der Energieausweis liefern die Maßgabe für Entwurfs-kriterien und Planungsmethoden und den Ressourcen schonenden Einsatz von Materialien.
Der Umgang mit erneuerbaren Energien in Gebäuden und die Verwendung nachwachsender Rohstoffe nach dem heutigen Stand der Technik und die planerische Umsetzung von energieeffizienten Gebäudestrukturen zeigt wie eine nachhaltige Architektur aussehen kann.